289 Drehbuch

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Produktbeschreibung

 

Der Schwätzer“

Drehbuch

 

 

Personen:

Der Vertreter: ca. 55 Jahre

Die Friseuse:ca. 35 Jahre

Der Mechaniker:ca. 25 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorgeschichte:

 

Der Versicherungsvertreter S. hat diversen Kunden/innen viel zu teure Versicherungen aufgeschwatzt. Ein Aussteigen aus diesen Versicherungen ist nicht möglich und nun versuchen die beiden Geschädigten, sich auf ihre Art zu revanchieren. Die Friseuse mit ihrem Haarschnitt, der Mechaniker, indem er sein Auto lahmlegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Innen/Tag

 

Im Friseursalon:

 

Es ist beinahe Sperrstunde. Samstag, früher Nachmittag. Die Friseuse im typischen Ambiente – Kittel (rosarot oder hellblau) hat sich noch die Haare gewaschen und eingedreht und ist dabei, den Kassaabschluss zu machen. Sie erwartet eigentlich keine Kunden mehr.

Der Vertreter S. kommt zufällig in den Salon. Er ahnt nicht, dass in diesem Salon die Friseuse arbeitet, der er die teure Versicherung aufgeschwatzt hat und erkennt sie durch ihr „verändertes“ Aussehen auch nicht wieder.

Er: „Guten Tag! Wäre es möglich, dass ich mir noch schnell die Spitzen schneiden lassen kann?“

Sie hat beim Eintreten sofort erkannt, dass es der Vertreter ist, mit dem sie es vor einem halben Jahr zu tun hatte. Sie zögert kurz, dann entschliesst sie sich.

Sie:„Eigentlich haben wir schon geschlossen, der Herrenfriseur ist auch nicht mehr da – aber sie können Platz nehmen!“

Sie weist ihm einen Warteplatz zu. Er setzt sich. Sie macht die Abrechnung fertig – dabei mustert sie ihn immer wieder. Er beachtet sie nicht weiter. Nach einer Weile schliesst sie den Friseursalon ab, denn es ist mittlerweile eigentlich Sperrstunde und weist ihn auf einen Frisierstuhl.

Sie: „Bitte!“ – es klingt nicht gerade freundlich, eher bestimmt.

Er sieht auf ihre gepflegten Hände (eventuell rot lackierte Fingernägel) und denkt sich, dass es mal was anderes ist, von einer Dame bedient zu werden, als von einem Herren und freut sich insgeheim, auf ihre sanften Berührungen.

Während sie ihm einen Ausfrisierumhang umlegt

Er: „Nur die Spitzen bitte!“

Antwortet sie gar nichts und bürstet ihm die Haare durch. Sie geht nicht gerade sanft mit ihm um, aber auch nicht so unsanft, dass er dagegen protestieren könnte. Sie steckt ihm die Haare hoch, dann holt sie eine Friseurhaube (erkennbar eine Damenhaube, also rosa) und bindet ihm diese um. Sie hat prinzipiell beschlossen, ihn mit ausschliesslich mit Damenutensilien zu bedienen. Es ist ihm peinlich vor ihr und er lächelt etwas verlegen in den Spiegel, als sie ihm - nach der Halskrause – noch einen Damenfriseurumhang umlegt. Sie verzieht keine Miene dabei und tut so, als ob dies alles normal sei. Insgeheim sinnt sie darauf, ihm den Friseurbesuch nicht angenehm zu machen. Sie weiss, dass es Männer mögen, beim Friseur von Damen sanft behandelt zu werden – aber ihm wird sie diesbezüglich einen Strich durch die Rechnung machen. Sie legt (falls vorhanden) noch einen Plastikumhang um, zieht diesen zu und darüber noch ein Handtuch.

Er wollte sich zwar nur die Spitzen schneiden lassen und seine Haare sind auch sauber, trotzdem wird sein Kopf in ein Rückwärtswaschbecken gelegt. Er gehorcht, die Haube wird abgenommen, mit ihren Händen streift sie die Haare zurück.

Sie: „Gut anlehnen!“

Er hat schnell gesagt, beim Reinkommen, aber sie hat Zeit. Schnell geht bei ihr gar nicht, also soll er erst mal eine Weile warten.

Er versucht sich etwas aufzurichten, um zu sehen, was denn die Friseuse so lange macht und weil es nicht ganz so bequem ist, mit dem Kopf so nach hinten dazusitzen.

Da sie bemerkt hat, wie er zuvor verstohlen ihre schönen Hände gemustert hat, will sie ihm nicht das Vergnügen einer angenehmen Haarwäsche gönnen. Sie stellt eine Shampooflasche bereit, dann holt sie Gummihandschuhe hervor und zieht diese an. Auch dies tut sie so, als ob es völlig normal wäre – sie hat ja immer mit Wasser, Shampoo und anderen Chemikalien zu tun, also schützt sie ihre Hände.

Sie:„Sie müssen Ihren Kopf schon zurückgelehnt lassen!“

Auch hier hat sie wieder diesen zwar freundlichen aber doch bestimmten Ton. Mit ihren Händen korrigiert sie den Kopf wieder nach hinten. Dabei hat sie auch keine Scheu, ihm ins Gesicht zu fahren. Sie steht seitlich über ihn, die Haare werden nass gemacht, dann wird shampooniert. Die Haarwäsche ist nicht gerade angenehm, sie massiert recht kräftig, ausgiebig, lange und hat Freude daran, ihn so unter sich liegen zu sehen. Er ist ihr ja praktisch ausgeliefert – zudem lässt sie durch die Gummihandschuhe auch keine Erotik aufkommen, obwohl sie mit ihren blossen Armen und ihrer scheinbaren Nähe ihm sehr nahe zu sein scheint. Jedenfalls riecht er sicher ihr Parfum, spürt ihren Atem, sieht er sie – das ist nun mal so in einem Friseursalon, dass da doch eine gewisse persönliche Nähe durchbrochen wird, aber der Herr soll ja nicht auf die Idee kommen, dass da vielleicht etwas anzufangen wäre.

Die Haarwäsche dauert lange, nicht mal die Ohren hat sie ausgelassen. Er hat nicht widersprochen, weil er nicht mehr den Mut hatte, etwas zu sagen und weil es ihm peinlich ist.

Endlich ist er fertig. Die Haare werden mit dem Handtuch getrocknet, die Gummihandschuhe an den Rand des Haarwaschbeckens gelegt, der Umhang zum Haarewaschen abgenommen und jetzt werden die Spitzen geschnitten. So gegen Ende fragt sie ihn:

Sie:„Sollen die Haare glatt nach hinten frisiert werden oder eher lockiger?“

Er:„Lockiger, bitte!“

Er mag es nicht, wenn die Haare so streng nach hinten frisiert werden, zudem ist er eitel und auch stolz auf seine, wenn auch inzwischen weniger werdenden, aber doch so leicht naturgewellten Haare.

Wieder antwortet sie nicht. Stattdessen holt sie einen Plastikumhang hervor, bindet ihm diesen um, dann verschwindet sie, zieht sich einen Plastikkittel an, denn wenn sie mit Chemikalien arbeitet, dann wird auch die Kleidung geschützt, erscheint umgezogen wieder und rollt den Wagen mit den Lockenwicklern heran.

Er sieht dies, weiss aber wegen seiner geringen Erfahrung, da er ja ausschliesslich in Herrensalons war, nicht was sie machen wird. Sie beginnt die Haare auf Dauerwellwickler einzudrehen. Das Wort „lockiger“ kam ich gerade recht, denn er soll nun eine Dauerwelle bekommen. Natürlich könnte sie die Haare auch lockig föhnen oder sie ihm einfach eindrehen – aber er soll eine Dauerwelle bekommen. Die kriegt er dann nicht mehr raus und dann soll er in der Öffentlichkeit damit rumlaufen. Jeder wird sofort erkennen, dass es eine Dauerwelle ist und es wird ihm ein paar Wochen, wenn nicht ein paar Monate sehr peinlich sein, damit rumzulaufen. Jeder wird ihn darauf ansprechen, sie werden über ihn lachen und hoffentlich wird er in Zukunft daran denken, nicht mit unwissenden Leuten Verträge abzuschliessen. Legst du mich mit deinen beruflichen Mitteln rein, dann kann ich das auch mit meinen.

Die Haare werden nun also mit Dauerwellwicklern eingelegt. Erstaunt sieht er dabei eine Weile zu – er kann es nicht ganz glauben.

Er: „Aber das sind ja Lockenwickler!“

Sie: „Ja, anders krieg‘ ich sie auch nicht lockig!“

Sie arbeitet weiter, bis seine Haare ganz eingedreht sind.

Dann legt sie ihm das kleine Becken um, zieht wieder die Gummihandschuhe an, legt die Baumwolle um und trägt die Chemie auf.

Er:„Ist denn das eine Dauerwelle?“

Sie: „Natürlich, sonst halten ja die Locken nicht!“

Er riecht diesen Geruch der Dauerwellflüssigkeit, weiss, dass es eine echte Dauerwelle ist und da das Mittel schon aufgetragen ist, es nun kein „Zurück“ mehr gibt.

Nun erfolgt die übliche Prozedur. Die Dauerwelle muss einwirken. Er sieht sich im Spiegel mit diesen Haarwicklern am Kopf. Die Friseuse kümmert sich nicht um ihn. Sie kommt nur her, um zu prüfen, wie weit der chemische Prozess fortgeschritten ist. Eventuell trägt sie zwischendurch nochmals Chemie auf.

Endlich ist es soweit. Ein zweites Mal muss er ins Rückwärtswaschbecken. Die Dauerwelle soll nun fixiert werden. Wieder sieht er, wie sie sich die Gummihandschuhe anzieht. Die Haare werden gespült, dann getrocknet, dann die kalte Fixierflüssigkeit aufgetragen. Die Friseuse arbeitet gründlich, hat Vergnügen daran. Ihm ist es nur noch peinlich, er hofft so schnell wie möglich fertig zu werden – wenn ihn jetzt jemand sähe! Er muss daran denken, dass er auf seine Dauerwelle angesprochen wird, wie jeder, sofort das Bild vor seinem geistigen Auge sehen wird, dass er mit Dauerwellwicklern im Friseursalon gesessen hat – womöglich noch in einem Damensalon, denn bei Herren macht man so was nicht. Wie lächerlich er wohl dabei ausgesehen haben mag.

An all das muss er denken, wenn er so im Haarwaschbecken liegt – wartet – wartet, bis endlich die Friseuse kommt und weiterarbeitet, wie peinlich es vor ihr ist, sie, die das unmittelbar sieht, die ihm diese schreckliche Dauerwelle macht. Wenn es wenigstens angenehm wäre, aber nein, immer diese furchtbaren Gummihandschuhe, die er sieht, riecht.

Endlich ist die Dauerwelle fixiert. Ist er endlich (!) fertig? Nein, immer noch nicht. Die Haare werden in ein Handtuch gewickelt, der Kopf bleibt immer noch nach rückwärts gebogen im Waschbecken liegen.

Die Friseuse nimmt sich nun Zeit für ihre Haare. Während sein Kopf nach der Prozedur auskühlen muss, nimmt sie sich ihre Lockenwickler aus den Haaren, frisiert sich durch, stylt sich. Sie wird heute Abend ausgehen und da will sie gut aussehen.

Als sie mit sich fertig ist, kommt sie – endlich – nimmt das Handtuch herunter, prüft die Dauerwelle, dann zieht sie sich wieder die Handschuhe an. Mit den Worten:

Sie„Eine frische Dauerwelle muss nochmals durchgewaschen werden!“

Spült sie die Haare durch und wäscht wieder gründlich und lange. Er will schon längst aus dem Salon raus, will fertig sein, will wissen, wie „furchtbar“ er aussieht, aber es dauert und dauert und dauert.

Endlich ist er fertig und er darf hochkommen. Die Haare werden durchgekämmt, dann geföhnt und dann zeigt sie ihm im Spiegel, wie er rundum aussieht. Es ist so gar nicht, was er wollte – aber was soll er tun?

Sie:„Recht so? Gefällt es Ihnen?“

Er:„Ja danke, sehr!“

Also bedankt er sich.

 

Fin.

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